Am Freitag, 23. Oktober 2026, beginnt in Deutschland der Verkauf des iPhone Duo – des ersten faltbaren iPhones von Apple. Der Einstiegspreis liegt bei 2.299 Euro, die teuerste Ausführung kostet sogar 3.799 Euro. Vorbestellungen sind bereits möglich. Das Informationsportal timestuff.de gibt einen Überblick über die deutschen Preise, die wichtigsten Funktionen und die Details, die vor dem Kauf leicht übersehen werden.
Apple hatte das Gerät am 9. September vorgestellt. Seit dem 16. Oktober können Kunden es vorbestellen. Mit dem regulären Verkaufsstart am 23. Oktober kommt das iPhone Duo nun auch in die deutschen Apple Stores. Es ist in den Farben Sternenweiß und Nachthimmel erhältlich.
iPhone Duo: Diese Preise gelten in Deutschland
Die Preise sind ungewöhnlich hoch, selbst für ein Premium-Smartphone. Im offiziellen deutschen Apple Store werden vier Speichervarianten angeboten. Sämtliche Beträge verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.
| Speicher | Preis in Deutschland |
|---|---|
| 256 GB | 2.299 Euro |
| 512 GB | 2.549 Euro |
| 1 TB | 3.049 Euro |
| 2 TB | 3.799 Euro |
Zwischen der günstigsten und der teuersten Version liegen somit 1.500 Euro. Technisch handelt es sich um dasselbe iPhone Duo – der Aufpreis entsteht durch den größeren internen Speicher.
Wer von 256 auf 512 GB wechselt, zahlt 250 Euro mehr. Bei der Entscheidung zwischen 1 und 2 TB beträgt der Aufpreis dagegen 750 Euro.
Für die meisten Nutzer dürfte vor allem die Wahl zwischen 256 und 512 GB interessant sein. Wer viele Videos aufnimmt, große Spiele installiert oder regelmäßig Dateien offline benötigt, kann vom zusätzlichen Speicher profitieren. Die Ausführungen mit 1 oder 2 TB richten sich eher an Menschen mit besonders großem Speicherbedarf.
Was macht Apples erstes faltbares iPhone besonders?

Der entscheidende Unterschied zu einem gewöhnlichen iPhone ist das Display. Im geschlossenen Zustand besitzt das Duo einen 5,4 Zoll großen äußeren Bildschirm. Wird es aufgeklappt, steht ein 7,6 Zoll großes inneres Super Retina XDR Display zur Verfügung.
Damit entsteht eine deutlich größere Arbeitsfläche, ohne dass ständig ein Tablet mitgenommen werden muss. Nachrichten lassen sich auf dem kleinen Display beantworten, während längere Dokumente, Videos oder mehrere Anwendungen auf dem aufgeklappten Bildschirm mehr Platz erhalten.
Bei der Vorstellung am 9. September bezeichnete Apple-Chef John Ternus die neue Modellreihe als besonders bedeutenden Schritt:
„Das iPhone Duo ist die revolutionärste Veränderung beim iPhone seit dem ersten Modell.“John Ternus, CEO von Apple, in der offiziellen Produktankündigung.
Ob das Modell diesem Anspruch im Alltag gerecht wird, muss sich noch zeigen. Besonders interessant ist jedoch, dass Apple nicht einfach nur einen größeren Bildschirm eingebaut hat. Das Betriebssystem wurde an die verschiedenen Positionen des Geräts angepasst.
Zwei Apps gleichzeitig und ein neues Nutzungskonzept
Mit iOS 27 unterstützt das iPhone Duo erstmals auf einem iPhone die sogenannte Split View. Dabei können zwei Apps nebeneinander geöffnet werden. Beispielsweise lässt sich eine E-Mail lesen, während auf der anderen Bildschirmhälfte ein Dokument geöffnet bleibt.
Auch zwei Fenster derselben Anwendung sind möglich. Wer etwa in Safari Preise vergleichen möchte, kann unterschiedliche Webseiten parallel betrachten.
Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören:
- A20 Pro Chip: Apples Prozessor für anspruchsvolle Anwendungen, Spiele und Multitasking.
- 48-Megapixel-Dual-Fusion-Kamerasystem: mit Hauptkamera und Ultraweitwinkel.
- ProMotion: für eine flüssige Darstellung auf beiden Displays.
- Touch ID: der Fingerabdrucksensor befindet sich in der Seitentaste.
- Titanrahmen und Titan-Scharnierabdeckung: Bestandteile der faltbaren Konstruktion.
- IP68-Schutz: Schutz gegen Wasser und Staub unter den von Apple angegebenen Testbedingungen.
Apple nennt eine Videowiedergabe von bis zu 31 Stunden auf dem inneren und bis zu 44 Stunden auf dem äußeren Display. Diese Werte stammen aus den Tests des Herstellers. Wie lange der Akku bei häufigem Wechsel zwischen beiden Bildschirmen tatsächlich hält, hängt von den verwendeten Apps, der Helligkeit und weiteren Faktoren ab.
Zum Verkaufsstart sollen zahlreiche Apps das Falt-Display nutzen
Einen Tag vor dem Verkaufsbeginn hat Apple weitere Einzelheiten zur Software veröffentlicht. In einer Mitteilung vom 22. Oktober beschreibt das Unternehmen, wie Entwickler ihre Anwendungen an das faltbare Gerät anpassen.
Netflix ermöglicht beispielsweise den Wechsel von einer kompakten Vorschau auf dem äußeren Display zur Wiedergabe auf dem größeren inneren Bildschirm. Bei Zoom können Videokonferenzen und geteilte Inhalte gleichzeitig angezeigt werden. Slack nutzt die zusätzliche Fläche, um mehr vom Arbeitsbereich sichtbar zu machen.
Auch Spiele und Anwendungen zur Bild- und Videobearbeitung profitieren von der neuen Bildschirmaufteilung. Im App Store sollen dafür optimierte Anwendungen an der Kennzeichnung „Made for iPhone Duo“ erkennbar sein.
„Das iPhone Duo stößt in der Entwickler-Community auf sehr großes Interesse.“Susan Prescott, Vice President of Worldwide Developer Relations bei Apple, in der Mitteilung vom 22. Oktober 2026.
Allerdings stehen nicht alle angekündigten Anpassungen sofort zur Verfügung. Neue Oberflächen für Microsoft Word und Outlook sollen laut Apple erst in den kommenden Wochen folgen.
Das größere Display allein macht ein Smartphone noch nicht produktiver. Entscheidend ist, ob die regelmäßig genutzten Apps den zusätzlichen Platz sinnvoll ausnutzen.
Wichtig vor dem Kauf: Das iPhone Duo funktioniert nur mit eSIM
Eine Besonderheit dürfte für manche Käufer wichtiger sein als die Kamera oder der Prozessor: Das iPhone Duo besitzt keinen Steckplatz für eine herkömmliche SIM-Karte. Nach Angaben von Apple funktioniert das Gerät weltweit ausschließlich mit eSIM.
In Deutschland unterstützen unter anderem Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 die Technologie. Trotzdem sollte vor der Bestellung geprüft werden, ob der eigene Tarif eine eSIM ermöglicht und wie die Umstellung erfolgt.
Auch beim Zubehör können zusätzliche Kosten entstehen. Apple bietet eine zweiteilige Schutzhülle für 89 Euro sowie ein Folio mit integriertem Standfuß für 149 Euro an. Beide Produkte sind separat erhältlich.
Ein weiterer Punkt betrifft angekündigte Softwarefunktionen: Die Unterstützung des Apple Pencil (USB-C) soll erst später im Jahr 2026 folgen. Auch sind nicht sämtliche Apple-Intelligence-Funktionen überall verfügbar. Insbesondere Siri AI steht nach den bisherigen Angaben von Apple zum Marktstart auf iOS in der EU nicht zur Verfügung.
Wo kann man das iPhone Duo ab 23. Oktober kaufen?
Der offizielle Verkaufsstart ist für Freitag, den 23. Oktober 2026, angesetzt. Bestellungen sind über den Apple Online Store Deutschland und die Apple Store App möglich. Apple nennt außerdem seine stationären Geschäfte sowie ausgewählte Handelspartner als Verkaufsstellen.
Wer das Gerät zum Verkaufsstart erwerben möchte, sollte einige Dinge beachten:
- Speicher und Farbe festlegen: Die gewünschte Kombination vor dem Kauf auswählen und den angezeigten Preis prüfen.
- Liefertermin kontrollieren: Der offizielle Verkaufsbeginn bedeutet nicht automatisch, dass jede Konfiguration sofort geliefert oder vor Ort verfügbar ist.
- Abholung prüfen: Bei der Bestellung kann angezeigt werden, ob eine Abholung im gewünschten Apple Store möglich ist.
- Trade In berücksichtigen: Wer ein geeignetes Altgerät besitzt, kann sich dessen möglichen Eintauschwert anzeigen lassen.
- Finanzierungsbedingungen lesen: Apple bietet Ratenzahlungen über Openbank Pay an. Die konkreten Konditionen hängen von der gewählten Option und der erforderlichen Prüfung ab.
Ob bestimmte Farben oder Speichervarianten kurzfristig ausverkauft sein werden, lässt sich aus dem angekündigten Verkaufsstart nicht ableiten. Verlässliche Angaben zum Liefertermin bietet erst die jeweils aktuelle Bestellansicht.
Lohnt sich das iPhone Duo für 2.299 Euro?
Bei diesem Preis kommt es vor allem auf die Nutzung an. Wer unterwegs regelmäßig zwischen Anwendungen wechselt, Dokumente bearbeitet oder Videos auf einem größeren Bildschirm sehen möchte, bekommt mit dem Duo ein ungewöhnliches iPhone-Konzept.
Anders sieht es aus, wenn das Smartphone überwiegend für Messenger, Fotos, Navigation und gelegentliches Surfen verwendet wird. Dafür ist ein faltbares Display nicht zwingend erforderlich. Der hohe Einstiegspreis lässt sich dann schwer allein durch den größeren Bildschirm rechtfertigen.
Hinzu kommt eine Unsicherheit, die sich nicht anhand technischer Daten beantworten lässt: Wie gut bewähren sich das Scharnier und die faltbare Displayoberfläche über mehrere Jahre? Apple verweist auf seine Konstruktion und Schutzmaßnahmen. Unabhängige Langzeiterfahrungen mit dem neuen Modell liegen zum Verkaufsstart naturgemäß noch nicht vor.
Wer nicht sofort bestellen möchte, kann das Gerät ab dem 23. Oktober in einem Apple Store ansehen und ausprobieren. Gerade bei einem faltbaren Smartphone lohnt sich dieser Schritt. Erst beim Auf- und Zuklappen lässt sich beurteilen, ob Größe, Handhabung und Bildschirmformat zu den eigenen Gewohnheiten passen.
Mit dem iPhone Duo erweitert Apple sein Smartphone-Angebot um eine neue Geräteklasse. Der Einstieg in diese Klasse kostet in Deutschland mindestens 2.299 Euro. Ob das zusätzliche Display diesen Aufpreis wert ist, hängt weniger von der Neuheit des Designs ab als davon, wie häufig seine besonderen Funktionen tatsächlich genutzt werden.
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