Die Top 10 für das Jugendwort 2026 stehen fest: Seit dem 28. Juli kann darüber abgestimmt werden, welche drei Begriffe in die Finalrunde einziehen. Zur Auswahl stehen alte Bekannte, internationale Netzausdrücke, Gaming-Sprache und ungewöhnliche Meme-Phrasen – von „Digga“ und „Schere“ bis „67“, „Crashout“ und „Gute Käse“, berichtet timestuff.de.
Die erste Abstimmungsphase läuft bis zum 20. August 2026. Die drei erfolgreichsten Kandidaten werden am 28. August bekannt gegeben. Anschließend beginnt das finale Voting, bevor am 10. Oktober das Jugendwort des Jahres 2026 feststeht. Der vollständige Zeitplan und die aktive Abstimmung sind auf der offiziellen Jugendwort-Seite von Langenscheidt zu finden.
Jugendsprache muss nicht immer logisch übersetzbar sein. Entscheidend ist, ob ein Ausdruck in Chats, Videos, Games und Gesprächen tatsächlich funktioniert.
Jugendwort 2026: Das Wichtigste in Kürze
- Top-10-Abstimmung: 28. Juli bis 20. August 2026
- Bekanntgabe der Top 3: 28. August 2026
- Finales Voting: 28. August bis 28. September 2026
- Bekanntgabe des Gewinnerwortes: 10. Oktober 2026
- Offizielle Abstimmung: über die Website von Langenscheidt
- Relevante Altersgruppe: Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren
Die Abstimmungsseite ist grundsätzlich für alle erreichbar. In die offizielle Wertung fließen nach Angaben von Langenscheidt jedoch nur Stimmen von Teilnehmenden ein, die ein Alter zwischen 11 und 20 Jahren angeben.

Top 10 beim Jugendwort 2026: Liste mit Bedeutung
Die diesjährige Auswahl zeigt, wie unterschiedlich moderne Jugendsprache entsteht. Einige Begriffe kommen aus dem Englischen oder Türkischen, andere aus Games, Songs und viralen Videos. „Digga“ und „Macker“ sind dagegen längst bekannte Wörter, die weiterhin oder erneut verwendet werden.
| Jugendwort 2026 | Bedeutung | Typisches Beispiel |
|---|---|---|
| 67 | Ausgesprochen „six seven“; ein Meme und Insider ohne festgelegte Bedeutung | „Six seveeen!“ |
| Crashout | Die Fassung verlieren, emotional ausrasten oder überfordert zusammenbrechen | „Wenn das WLAN wieder weg ist, gehe ich Crashout.“ |
| Digga | Lockere Anrede wie Kumpel, Bro oder Bruder | „Digga, was machst du da?“ |
| Du bist gut genug | Virale Songzeile, die in Memes und Parodien verändert wird | Die letzten Wörter werden häufig übertrieben lang gesungen. |
| Gute Käse | Lob für etwas, das richtig gut, gelungen oder stabil ist | „Der neue Track ist gute Käse.“ |
| Macker | Freund, Crush, Partner, Kumpel oder einfach ein Typ | „Mein Macker kommt später vorbei.“ |
| Peak | Absoluter Höhepunkt oder das Beste vom Besten | „Diese Folge war Peak.“ |
| Ragebait | Absichtlich provokanter Inhalt, der Wut und viele Reaktionen erzeugen soll | „Kommentier nicht, das ist nur Ragebait.“ |
| Schere | Kurzes Eingeständnis eines eigenen Fehlers | „Schere, ich habe die Nachricht vergessen.“ |
| Süper | Türkisches Wort für „super“, bekannt aus einem viralen Video | „Wie war das Konzert?“ – „Süper!“ |
Auch der NDR stellt die zehn Kandidaten und ihre Herkunft vor. Besonders auffällig ist, dass sich mehrere Begriffe nicht aus klassischer Alltagssprache, sondern aus einzelnen Videos, Songs oder Community-Insidern entwickelt haben.
Was bedeuten die zehn Jugendwörter genau?
1. „67“: ein Insider, der von seiner Unklarheit lebt
„67“ wird englisch als „six seven“ ausgesprochen. Eine eindeutige Übersetzung gibt es nicht. Der Ausdruck funktioniert vor allem als Erkennungszeichen für Menschen, die das dazugehörige Meme kennen.
Verbreitet wurde „67“ unter anderem durch TikTok-Videos, Basketball-Memes und den Song „Doot Doot (6 7)“ des US-Rappers Skrilla. Häufig wird der Ausruf mit einer abwägenden Handbewegung begleitet.
Gerade die fehlende Bedeutung ist ein Teil des Witzes: Wer nach einer ausführlichen Erklärung fragt, zeigt möglicherweise schon, dass er nicht zur eingeweihten Gruppe gehört.
2. „Crashout“: kurz vor dem emotionalen Ausraster
Ein „Crashout“ bezeichnet den Moment, in dem eine Person die Kontrolle verliert, emotional explodiert oder wegen einer Situation völlig überfordert ist. Das Wort kann einen ernsthaften Zusammenbruch beschreiben, wird im Alltag aber häufig übertrieben und ironisch verwendet.
- „Wenn der Bus noch einmal ausfällt, gehe ich Crashout.“
- „Mein Akku hat nur noch ein Prozent – kompletter Crashout.“
- „Er hatte nach der Niederlage einen richtigen Crashout.“
Das Wort ist besonders anschlussfähig, weil es eine bekannte Alltagserfahrung in einer kurzen, bildhaften Form ausdrückt.
3. „Digga“: der Klassiker ist wieder dabei
„Digga“ gehört seit Jahren zur deutschen Umgangs- und Jugendsprache. Es kann „Kumpel“, „Bruder“ oder „Bro“ bedeuten, wird aber längst nicht mehr nur für enge Freunde benutzt.
Je nach Tonfall kann „Digga“ eine Begrüßung, Überraschung, Kritik oder ungläubiges Staunen ausdrücken:
- „Digga, lange nicht gesehen!“
- „Digga, das glaubst du doch selbst nicht.“
- „Was war das denn, Digga?“
Seine erneute Nominierung zeigt, dass Jugendwörter nicht zwingend neu sein müssen. Manche Begriffe bleiben über Jahre stabil, obwohl sich ihre Verwendung verändert.
4. „Du bist gut genug“: vom Song zur Meme-Vorlage
Die Phrase stammt aus dem Song „Gut genug“ von KitschKrieg, Blumengarten und Shirin David. In sozialen Netzwerken wurde besonders die gesungene Betonung der letzten Wörter aufgegriffen und in zahlreiche Parodien umgewandelt.
Dabei wird die ursprüngliche Zeile häufig durch ähnlich klingende Formulierungen ersetzt. Das Prinzip ist einfach: Ein Satz endet auf einem lang gezogenen Wort, das rhythmisch zur Melodie passt.
Bei diesem Kandidaten steht weniger die ursprüngliche Aussage im Mittelpunkt als die Möglichkeit, immer neue Varianten daraus zu bauen.
Dass eine ganze Phrase auf der Liste steht, ist nicht ungewöhnlich. Auch frühere Jugendwörter wie „Läuft bei dir“ oder „Das crazy“ bestanden nicht aus einem klassischen Einzelwort.
5. „Gute Käse“: Lob ohne wörtlichen Sinn
„Gute Käse“ wird verwendet, wenn etwas besonders gut, gelungen oder überzeugend ist. Mit dem Lebensmittel Käse hat der Ausdruck in diesem Zusammenhang nichts zu tun.
Typische Einsatzmöglichkeiten sind Musik, Videos, Kleidung, Essen oder gelungene Aktionen:
- „Das Outfit ist wirklich gute Käse.“
- „Die neue Staffel war gute Käse.“
- „Was du da gekocht hast, ist stabile gute Käse.“
Der Ausdruck wirkt gerade deshalb komisch, weil er grammatisch und inhaltlich zunächst falsch klingt, seine positive Absicht aber sofort verständlich wird.

6. „Macker“: ein altes Wort mit neuem Tonfall
„Macker“ ist deutlich älter als TikTok und wird schon lange für einen Mann oder Partner verwendet. In der aktuellen Jugendsprache kann damit ein Freund, Boyfriend, Crush, Kumpel oder einfach irgendein Typ gemeint sein.
Der Tonfall entscheidet, ob das Wort liebevoll, ironisch oder leicht abwertend wirkt. „Mein Macker“ kann eine vertraute Bezeichnung sein, während „Was ist das für ein Macker?“ deutlich kritischer klingt.
Die Nominierung ist ein gutes Beispiel dafür, wie ältere Wörter zurückkehren können, ohne dass sich ihre Grundbedeutung vollständig verändert.
7. „Peak“: der absolute Höhepunkt
Das englische Wort „peak“ bedeutet wörtlich Gipfel oder Spitze. Innerhalb der aktuellen Auswahl wird es positiv verwendet: Etwas ist „Peak“, wenn es kaum besser werden kann.
- „Das Konzert gestern war Peak.“
- „Die zweite Staffel bleibt Peak.“
- „Dieses Tor war einfach Peak Fußball.“
Der Begriff ist kurz, leicht verständlich und lässt sich auf fast jedes Thema übertragen. Genau diese Alltagstauglichkeit könnte ihm bei der Abstimmung helfen.
8. „Ragebait“: Inhalte, die absichtlich wütend machen
„Ragebait“ setzt sich aus den englischen Wörtern „rage“ für Wut und „bait“ für Köder zusammen. Gemeint sind Beiträge, Videos oder Überschriften, die bewusst provozieren, damit möglichst viele Menschen reagieren.
Typische Merkmale von Ragebait sind:
- offensichtlich übertriebene Meinungen,
- absichtlich falsche oder unvollständige Behauptungen,
- provokante Rankings und Vergleiche,
- Inhalte, die eine bestimmte Community gezielt angreifen,
- Überschriften, die Empörung auslösen sollen.
Viele Plattformen bewerten Kommentare und Interaktionen als Zeichen für relevante Inhalte. Deshalb kann auch negative Aufmerksamkeit die Reichweite erhöhen.
Die nützlichste Reaktion auf offensichtlichen Ragebait ist häufig nicht der wütende Kommentar, sondern das Ignorieren oder Ausblenden des Beitrags.
9. „Schere“: ein kompaktes Schuldeingeständnis
„Schere“ kommt aus der Gaming- und Streaming-Szene. Wer „die Schere hebt“, gibt sinngemäß zu: Das war mein Fehler, ich übernehme die Verantwortung.
Inzwischen funktioniert der Begriff auch außerhalb von Games:
- „Schere, ich habe den Termin komplett vergessen.“
- „Ich habe die falsche Datei geschickt. Schere.“
- „Schere, das Tor ging auf mich.“
Im Unterschied zu einer langen Entschuldigung ist „Schere“ bewusst knapp. Je nach Situation kann es ernst gemeint oder ironisch eingesetzt werden.
10. „Süper“: türkisches Wort, viraler Klang
„Süper“ ist das türkische Wort für „super“. In Deutschland wurde der Ausdruck durch ein virales Video bekannter, in dem ein Ultramarathonläufer nach einem Lauf gefragt wurde, wie es ihm gehe, und knapp mit „Süper“ antwortete.
Das Wort benötigt kaum eine Erklärung und kann direkt in deutsche Sätze eingebaut werden. Aussprache, Kürze und der Wiedererkennungswert des Videos machen es zu einem leicht verwendbaren Kandidaten.
„Süper“ zeigt, dass deutsche Jugendsprache längst mehrsprachig ist und Wörter unabhängig von ihrer Herkunft übernimmt, sobald sie im Alltag funktionieren.
Jugendwort 2026 abstimmen: Wo und bis wann ist das Voting möglich?
Die Abstimmung über die Top 10 findet direkt auf der offiziellen Website statt. Eine separate Abstimmung in sozialen Netzwerken oder auf Nachrichtenseiten zählt nicht für das Langenscheidt-Ergebnis.
- Die offizielle Seite zum Jugendwort 2026 öffnen.
- Zum eingebetteten Voting-Bereich scrollen.
- Den persönlichen Favoriten aus der Top-10-Liste auswählen.
- Die im Formular verlangten Angaben vollständig eintragen.
- Die Stimme über die vorgesehene Schaltfläche absenden.
Jetzt offiziell für das Jugendwort 2026 abstimmen
Wichtig: Die Top-10-Abstimmung endet am 20. August. Danach wird das Ergebnis ausgewertet. Ab dem 28. August kann über die verbliebenen drei Finalisten abgestimmt werden.
Der vollständige Zeitplan der Jugendwort-Wahl 2026
| Zeitraum | Phase |
|---|---|
| 29. Mai bis 16. Juli | Einreichung der Vorschläge |
| 17. bis 27. Juli | Prüfung und Auswahl der Top 10 |
| 28. Juli bis 20. August | Abstimmung über die Top 10 |
| 21. bis 27. August | Auswertung der ersten Voting-Runde |
| 28. August | Bekanntgabe der Top 3 |
| 28. August bis 28. September | Finale Abstimmung über die Top 3 |
| 29. September bis 9. Oktober | Auswertung des finalen Votings |
| 10. Oktober | Bekanntgabe des Jugendwortes 2026 |

Warum „Mehrzweckeier“ nicht in den Top 10 steht
Für Diskussionen sorgt auch ein Begriff, der trotz zahlreicher Einreichungen nicht zur Abstimmung zugelassen wurde. „Mehrzweckeier“ wäre laut Berichten rechnerisch unter den häufigsten Vorschlägen gewesen.
Langenscheidt schloss den Ausdruck jedoch aus, weil seine Verbreitung auf eine organisierte Onlinekampagne zurückgeführt wurde und der zugrunde liegende Spruch eine persönliche Beleidigung enthielt. Damit verstieß der Vorschlag nach Einschätzung der Verantwortlichen gegen zwei Kriterien des Wettbewerbs.
Die Jury prüft häufig eingereichte Begriffe unter anderem darauf, ob sie tatsächlich in der Jugendsprache verwendet werden und ob sie beleidigende, rassistische, sexistische oder diskriminierende Inhalte enthalten.
Welcher Kandidat hat die besten Chancen?
Eine verlässliche Prognose ist zum Start der Abstimmung nicht möglich. Die Kandidaten besitzen jedoch unterschiedliche Stärken.
- Crashout beschreibt eine häufige Alltagssituation und lässt sich leicht in Sätze einbauen.
- Peak ist kurz, positiv und bei Musik, Sport, Serien oder Games einsetzbar.
- Schere ist bereits aus früheren Jugendwort-Abstimmungen bekannt und wird über die Gaming-Szene hinaus verstanden.
- 67 besitzt eine starke Meme-Dynamik, ist aber ohne Kenntnis des Trends kaum erklärbar.
- Du bist gut genug profitiert von einem aktuellen Song und zahlreichen Social-Media-Parodien.
- Digga ist im Alltag fest etabliert, könnte manchen Abstimmenden aber nicht neu genug erscheinen.
Bei der Wahl gewinnt nicht automatisch das sprachlich kreativste Wort. Entscheidend ist, welcher Kandidat die meisten mobilisierten Stimmen der relevanten Altersgruppe erhält.
Häufige Fragen zum Jugendwort 2026
Bis wann kann man für die Top 10 abstimmen?
Das erste Voting läuft vom 28. Juli bis einschließlich 20. August 2026.
Wann werden die Top 3 bekannt gegeben?
Langenscheidt will die drei Finalisten am 28. August 2026 veröffentlichen.
Wann steht das Jugendwort 2026 fest?
Das Gewinnerwort soll am 10. Oktober 2026 bekannt gegeben werden.
Wo findet die offizielle Abstimmung statt?
Das offizielle Voting ist auf langenscheidt.com/jugendwort-des-jahres eingebettet.
Können Erwachsene mitmachen?
Das Formular ist grundsätzlich öffentlich zugänglich. Nach den offiziellen Teilnahmeinformationen werden für die eigentliche Jugendwort-Wertung jedoch die Stimmen der 11- bis 20-Jährigen berücksichtigt.
Wer wählt die Top 10 aus?
Die häufig eingereichten Vorschläge werden von einem Langenscheidt-Gremium auf Verbreitung, Relevanz und mögliche Ausschlussgründe geprüft. Anschließend werden zehn Kandidaten für das öffentliche Voting freigegeben.
Ist „67“ wirklich ein Jugendwort, obwohl es keine feste Bedeutung hat?
Ja. Moderne Jugendsprache besteht nicht nur aus klassischen Begriffen mit eindeutiger Definition. Auch Insider, Geräusche, Zahlenfolgen, Songzeilen und Meme-Referenzen können kommunikative Funktionen erfüllen.
Auch Emma Roberts sorgt derzeit für Aufmerksamkeit, denn für ihr Brautkleid waren fast 1.000 Arbeitsstunden nötig.
