Kuba, das man meist im Modus „ewiger Sommer“ vor Augen hat, ist plötzlich in einer ganz anderen Realität angekommen, berichtet timestuff.de unter Berufung auf newstime.joyn.de. Auf der Insel wurden zum ersten Mal in der Geschichte 0 Grad Celsius registriert – und damit auch echte Frostschäden auf Feldern.
Null auf dem Thermometer: Kuba sieht etwas, das hier fast nie vorkommt
Kuba steht für tropische Wärme und Strände, die man kaum mit Kälte verbindet. Zuletzt war das Land zudem wegen Drohungen von US-Präsident Donald Trump in den Schlagzeilen. Jetzt rückt jedoch das Wetter in den Fokus: Erstmals seit Beginn der Messungen sank die Temperatur auf 0°C. Der kubanische Wetterdienst Insmet schrieb dazu auf Facebook und betonte, dass es sich um den tiefsten jemals gemessenen Wert im Land handelt. Aufgezeichnet wurde der Rekord von einer Wetterstation in der Provinz Matanzas im Norden der Insel.
Frost auf Kuba: Wie eine polare Kaltluftwelle die Karibik erreichte

In Matanzas waren Felder von Reif überzogen – ein Anblick, der in der Karibik fast unwirklich wirkt und genau deshalb so viel Aufmerksamkeit bekommt. Auch n-tv weist darauf hin, dass solche Frostlagen in einem tropischen Staat eine echte Ausnahme sind, weshalb Bilder der „weiß“ schimmernden Flächen schnell die Runde machten. Der bisherige Tiefstwert lag bei 0,6°C und wurde bereits 1996 gemessen, doch diesmal fiel die Marke noch einmal. Nach Angaben von Insmet brachte eine kräftige Kaltfront polare Luftmassen vom Norden des amerikanischen Kontinents bis in die Karibik.
Kältewelle in den USA: Schnee dort, wo Winter sonst mild sind
Während Kuba über die Frostwerte staunt, steckt auch ein großer Teil der USA weiter in einer ungewöhnlichen Kältephase. Schnee und eisiger Wind treffen zahlreiche Bundesstaaten – darunter auch Regionen, in denen Winter normalerweise eher mild ausfallen, etwa North Carolina und Georgia. Selbst der „Sonnenstaat“ Florida blieb nicht verschont, obwohl er in solchen Wettergeschichten oft außen vor bleibt. Dort spielte die Kälte wechselwarmen Tieren übel mit: Leguane fielen von Bäumen, weil sie bei niedrigen Temperaturen erstarren und ihre Körpertemperatur stark von der Umgebung abhängt.
Murmeltiertag am 2. Februar und Phils „Prognose“
Der Höhepunkt der Kältewelle fiel zeitlich mit dem traditionellen Murmeltiertag zusammen, der in den USA am 2. Februar gefeiert wird. Im Bundesstaat Pennsylvania sah das berühmte Murmeltier Punxsutawney Phil seinen Schatten – und nach altem Brauch gilt das als Hinweis auf weitere sechs Wochen Winter. Tausende Menschen verfolgten das Spektakel vor Ort, für viele ist es längst mehr als nur eine Show. Mit echten Frostnächten und Schneefällen im Hintergrund wirkt diese Szene in diesem Jahr besonders symbolisch.
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