Deutschland steht vor einer markanten Wetterwende: Nach dem wechselhaften Wochenstart steigen die Temperaturen ab Dienstag deutlich an. Der Höhepunkt der neuen Hitzewelle wird nach aktueller Prognose am Donnerstag, 30. Juli, erwartet. Im Binnenland sind dann verbreitet 32 bis 39 Grad möglich. Gleichzeitig wächst das Risiko kräftiger Gewitter, berichtet timestuff.de.
Damit beginnt der August 2026 voraussichtlich heiß, aber keineswegs überall sonnig und stabil. Vor allem für das erste Augustwochenende zeigen die Wettermodelle unterschiedliche Szenarien. Sicher ist derzeit vor allem die bevorstehende Hitze zum Monatswechsel – nicht das Wetter für den gesamten August.
Das Wichtigste vorweg: Eine verbreitete 40-Grad-Lage wird vom Deutschen Wetterdienst derzeit nicht offiziell vorhergesagt. Spitzenwerte bis 39 Grad sind dagegen in der kurzfristigen Prognose enthalten.
Wetter August 2026 in Kürze
- Ab Dienstag beginnt die Erwärmung zunächst im Südwesten.
- Am Mittwoch wird es in großen Teilen Deutschlands hochsommerlich.
- Der Donnerstag könnte mit 32 bis 39 Grad der heißeste Tag werden.
- Im Nordwesten steigt ab Donnerstag die Gewittergefahr.
- Am Freitag drohen regional Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen.
- Für das erste Augustwochenende bestehen noch erhebliche regionale Unsicherheiten.
Wann beginnt die neue Hitzewelle in Deutschland?
Der Wetterumschwung erfolgt schrittweise. Am Dienstag, 28. Juli, setzt sich im Südwesten zunehmend sonniges und heißes Wetter durch. Besonders Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Hessen und Teile Frankens dürften die Erwärmung zuerst spüren.
Am Mittwoch breitet sich die heiße Luft weiter nach Norden und Osten aus. In vielen Regionen werden mehr als 30 Grad erwartet, im Südwesten und in Franken können die Temperaturen bereits auf 35 bis 37 Grad steigen.
Die Hitze kommt somit nicht erst im August: Ihre stärkste Phase beginnt bereits in den letzten Julitagen und reicht voraussichtlich bis zum Monatswechsel.

Bis zu 39 Grad: Wo wird es am heißesten?
Nach der aktuellen 10-Tage-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes erreicht die Hitzewelle am Donnerstag ihren vorläufigen Höhepunkt. An den Küsten werden voraussichtlich 26 bis 31 Grad erreicht, im übrigen Deutschland 32 bis 39 Grad.
Die höchsten Werte zeichnen sich derzeit vor allem in folgenden Regionen ab:
- Oberrhein und Rhein-Neckar-Raum
- Rhein-Main-Gebiet und Südhessen
- Franken, besonders Unter- und Mittelfranken
- Teile Baden-Württembergs und Bayerns
- örtlich im Westen und Südwesten Deutschlands
Städte können sich zusätzlich stark aufheizen. Asphalt, Beton und dicht stehende Gebäude speichern die Wärme bis in die Nacht. Eine offizielle Tropennacht liegt vor, wenn die Temperatur zwischen Abend und Morgen nicht unter 20 Grad sinkt. Ob dieser Wert erreicht wird, muss jedoch für jede Stadt einzeln geprüft werden.

Wetter nächste Woche: Prognose vom 28. Juli bis 5. August
| Zeitraum | Erwartete Entwicklung | Mögliche Temperaturen | Prognosesicherheit |
|---|---|---|---|
| Dienstag, 28. Juli | Zunehmend sonnig, Erwärmung beginnt im Südwesten | Etwa 25 bis 33 Grad | Hoch |
| Mittwoch, 29. Juli | In weiten Teilen sonnig und heiß, lokal erste Gewitter möglich | Etwa 30 bis 37 Grad | Hoch |
| Donnerstag, 30. Juli | Höhepunkt der Hitze, später im Nordwesten steigende Gewittergefahr | An der Küste 26 bis 31, sonst 32 bis 39 Grad | Mittel bis hoch |
| Freitag, 31. Juli | Weiter heiß, regional kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial | Regional bis etwa 37 Grad | Mittel |
| 1. bis 2. August | Warm bis heiß, dazwischen Schauer und Gewitter möglich | Starke regionale Unterschiede | Mittel bis gering |
| 3. bis 5. August | Fortdauer oder Unterbrechung der Hitze – mehrere Szenarien | Noch nicht seriös einzugrenzen | Gering |
Gewitter statt stabiler Hitze: Wo drohen Unwetter?
Die Hitze wird von zunehmend feuchter und energiereicher Luft begleitet. Nach der aktuellen DWD-Wochenvorhersage der Wettergefahren nimmt die Gewitterneigung am Donnerstag zunächst in der Nordwesthälfte zu.
Bei kräftigen Gewittern sind lokal folgende Begleiterscheinungen möglich:
- Starkregen innerhalb kurzer Zeit,
- örtlich heftiger Starkregen mit Unwettercharakter,
- kleinkörniger Hagel,
- Sturmböen,
- vereinzelt schwere Sturmböen.
Am Freitag könnte die Gewittergefahr weitere Regionen erreichen. Wo genau sich die stärksten Zellen entwickeln, lässt sich mehrere Tage vorher jedoch nicht zuverlässig festlegen. Gewitter entstehen oft kleinräumig: Während ein Ort nahezu trocken bleibt, kann wenige Kilometer entfernt innerhalb kurzer Zeit sehr viel Regen fallen.
Bei Gewitterlagen ist eine deutschlandweite Temperaturkarte nur die halbe Prognose. Entscheidend sind kurzfristige Warnungen für den eigenen Landkreis oder Wohnort.

Kommen im August 2026 wirklich 40 oder sogar 43 Grad?
Derzeit gibt es dafür keine belastbare offizielle Bestätigung. Die nationale DWD-Prognose nennt für Donnerstag Spitzenwerte bis 39 Grad. Das ist bereits eine außergewöhnlich starke Hitzebelastung, aber noch keine bestätigte 40-Grad-Prognose.
Einzelne Wettermodelle können bei bestimmten Läufen höhere Werte zeigen. Ein besonders heißer Modelllauf ist jedoch nicht automatisch der wahrscheinlichste. Schon kleine Veränderungen bei Windrichtung, Bewölkung, Bodenfeuchte oder Gewitterentwicklung können die tatsächliche Höchsttemperatur um mehrere Grad verschieben.
Der DWD verwendet deshalb Ensemblevorhersagen. Dabei wird die Wetterentwicklung mehrfach mit leicht veränderten Ausgangsbedingungen berechnet. Je stärker die Ergebnisse auseinandergehen, desto größer ist die Unsicherheit.
Eine seriöse Prognose nennt deshalb nicht nur einen Extremwert, sondern auch Zeitraum, Region und Wahrscheinlichkeit.
Warum lässt sich das Wetter für den gesamten August noch nicht vorhersagen?
Zwischen einer Wettervorhersage und einer monatlichen Klimatendenz besteht ein wichtiger Unterschied. Eine Wettervorhersage beschreibt konkrete Temperaturen, Niederschläge und Windverhältnisse für die kommenden Stunden oder Tage.
Eine Klimavorhersage des DWD kann dagegen nur einschätzen, ob ein längerer Zeitraum wahrscheinlich wärmer, kühler, trockener oder feuchter als üblich ausfällt. Sie kann nicht zuverlässig vorhersagen, ob es beispielsweise am 17. August in Köln 34 Grad warm wird oder in Hamburg regnet.
Merksatz: Eine warme August-Tendenz bedeutet nicht, dass jeder Tag heiß wird. Auch in einem überdurchschnittlich warmen Monat sind kühlere Phasen, Regen und Gewitter möglich.
Was bedeutet die Wetterlage für den Alltag?
Die bevorstehende Kombination aus großer Hitze und möglichen Unwettern erfordert zwei unterschiedliche Vorbereitungen. Während der heißen Tagesstunden geht es vor allem darum, die körperliche Belastung und die Aufheizung von Wohnungen zu begrenzen. Vor Gewittern müssen zusätzlich lose Gegenstände, Fahrzeuge und Außenbereiche geschützt werden.
So schützen Sie sich vor der Hitze
- Wohnungen nachts und am frühen Morgen gründlich lüften.
- Fenster und Rollläden tagsüber auf der Sonnenseite schließen.
- Körperliche Arbeiten und Sport möglichst auf den Morgen oder Abend verlegen.
- Regelmäßig alkoholfreie Getränke zu sich nehmen.
- Kinder und Tiere niemals in einem abgestellten Auto zurücklassen.
- Ältere, chronisch kranke oder alleinlebende Menschen regelmäßig kontaktieren.
Das Umweltbundesamt empfiehlt, an heißen Tagen besonders zwischen etwa 11 und 18 Uhr auf anstrengende Aktivitäten zu verzichten. Außenliegende Rollläden oder Markisen schützen Räume meist wirksamer vor Hitze als Vorhänge im Innenraum.
So bereiten Sie sich auf Gewitter vor
- Gartenmöbel, Sonnenschirme und lose Gegenstände sichern.
- Fahrzeuge möglichst nicht unmittelbar unter großen Bäumen abstellen.
- Bei Gewitter geschlossene Gebäude oder Fahrzeuge aufsuchen.
- Unterführungen und tiefliegende Straßen bei Starkregen meiden.
- Überflutete Keller wegen möglicher Stromschlaggefahr nicht unüberlegt betreten.
- Warnungen des DWD und lokaler Behörden regelmäßig kontrollieren.
Weitere Verhaltensempfehlungen bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Häufige Fragen zum August-Wetter 2026
Wird der August 2026 in Deutschland heiß?
Der Übergang in den August wird voraussichtlich heiß. Ob der gesamte Monat überdurchschnittlich warm ausfällt, kann eine kurzfristige Wetterprognose jedoch noch nicht zuverlässig beantworten.
Wo werden bis zu 39 Grad erwartet?
Die höchsten Temperaturen sind derzeit besonders am Oberrhein, im Rhein-Main-Gebiet, in Franken sowie in Teilen Baden-Württembergs und Bayerns möglich.
Sind 40 Grad in Deutschland ausgeschlossen?
Nein, ausgeschlossen ist ein lokaler Wert nicht. In der zum Redaktionsstand verfügbaren DWD-Prognose werden jedoch maximal 39 Grad genannt. Eine bestätigte verbreitete 40-Grad-Lage besteht damit noch nicht.
Wann drohen die stärksten Gewitter?
Die Gewitterneigung nimmt voraussichtlich ab Donnerstag im Nordwesten zu. Am Freitag können weitere Regionen betroffen sein. Die genaue Lage besonders kräftiger Gewitter wird meist erst kurzfristig erkennbar.
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