Ein vertrauter Termin am Sonntagvormittag verschwindet aus dem deutschen Fernsehen. Am 6. September 2026 lief im Ersten die letzte Live-Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross. Damit endet nach mehr als drei Jahrzehnten nicht einfach nur eine weitere TV-Saison, sondern ein Format, das für viele Zuschauer fest zum Sommer gehörte, berichtet timestuff.de.
Ganz verschwunden ist „Immer wieder sonntags“ allerdings noch nicht. Für den 13. September 2026 hat die ARD ein „Best of 2026“ angesetzt. Danach ist Schluss: SWR und ARD haben gemeinsam entschieden, die Sendung ab 2027 nicht fortzuführen. Das bestätigte der Sender bereits in seiner offiziellen Mitteilung zum Ende von „Immer wieder sonntags“.
Für Zuschauer ist dabei eine Unterscheidung wichtig: Am 6. September endete die Geschichte der Live-Show mit Stefan Mross. Am 13. September folgt noch einmal ein Rückblick auf die Abschiedsstaffel.
„Immer wieder sonntags“ am 6. September: Das Wichtigste zum Finale
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wann lief das Finale? | Sonntag, 6. September 2026, ab 10:03 Uhr |
| Wo wurde die Sendung gezeigt? | Im Ersten und über die ARD Mediathek |
| Wo wurde produziert? | Im Europa-Park in Rust |
| Wer moderierte? | Stefan Mross |
| Welche Gäste waren vorab bestätigt? | Unter anderem Andy Borg und Stefanie Hertel |
| Ist die Sendung damit komplett vorbei? | Am 13. September folgt noch „Best of 2026“ |
| Gibt es 2027 eine neue Staffel? | Nein |
Im offiziellen ARD-Programm für den 6. September war „Immer wieder sonntags“ für 10:03 Uhr angesetzt, unmittelbar nach der Tagesschau. Um 12 Uhr folgte erneut die Tagesschau. Damit standen für den Abschied noch einmal knapp zwei Stunden zur Verfügung.
Warum dieses Finale mehr war als ein gewöhnliches Staffelende

Fernsehsender sprechen gerne von „Finale“, wenn eigentlich nur die letzte Folge einer Staffel gemeint ist. Diesmal hat das Wort eine andere Bedeutung.
„Immer wieder sonntags“ wird seit 1995 im Ersten ausgestrahlt. Seit 1998 gehört der Europa-Park in Rust fest zur Geschichte der Open-Air-Sendung. Stefan Mross übernahm die Moderation 2005 und wurde über mehr als zwei Jahrzehnte zum Gesicht des Formats. Diese Eckdaten nennt der SWR selbst in seiner Bilanz zur letzten Staffel.
Genau diese Beständigkeit machte die Sendung ungewöhnlich. Während sich Fernsehprogramme, Moderatoren und Sehgewohnheiten stark verändert haben, blieb das Grundprinzip über Jahre wiedererkennbar: Musik, Schlager, Volksmusik, Unterhaltung, Gäste und Publikum unter freiem Himmel.
„Immer wieder sonntags“ war für viele Zuschauer weniger ein einzelnes TV-Format als ein fester Termin im Sommer.
Das erklärt auch, warum das Aus Aufmerksamkeit erzeugt, obwohl der Sendeplatz am Sonntagvormittag auf den ersten Blick nicht zu den spektakulärsten Zeiten des deutschen Fernsehens gehört.
Andy Borg und Stefanie Hertel beim letzten Live-Sonntag
Vor dem Finale war eine Frage besonders gefragt: Welche Gäste kommen zur letzten Ausgabe von „Immer wieder sonntags“?
Der SWR bestätigte in seiner laufend aktualisierten Übersicht zu den Künstlern der Abschiedssaison für die Sendung am 6. September unter anderem Andy Borg und Stefanie Hertel.
Die Auswahl passt zum Charakter eines solchen Abschieds. Andy Borg gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern der deutschsprachigen Schlagerunterhaltung. Stefanie Hertel verbindet ebenfalls eine lange Karriere in Schlager und Volksmusik mit dem Fernsehpublikum, das „Immer wieder sonntags“ geprägt hat.
Eine vollständig ausformulierte Gästeliste veröffentlichte der SWR dort vor dem Finale allerdings nicht. Auf der offiziellen Seite standen nach Andy Borg und Stefanie Hertel weiterhin Auslassungspunkte. Deshalb sollte bei weiteren Namen, die rund um das Finale kursieren, zwischen offiziell bestätigten Gästen und Spekulationen unterschieden werden.
- Andy Borg: vom SWR für die Sendung am 6. September genannt
- Stefanie Hertel: ebenfalls offiziell angekündigt
- Weitere Gäste: vorab nicht vollständig über die Künstlerübersicht offengelegt
Gerade beim Finale ist das relevant: Eine lange Liste vermeintlicher Gäste mag attraktiver aussehen, zuverlässig ist sie aber nur dann, wenn die Namen tatsächlich vom Sender bestätigt wurden.
Warum wird „Immer wieder sonntags“ abgesetzt?

Das ist wahrscheinlich die wichtigere Frage hinter dem Finale. Denn die Sendung verschwindet nicht einfach deshalb, weil Stefan Mross nach der Saison eine Pause macht.
Das Format selbst wird eingestellt.
Nach Angaben des SWR haben der federführende Sender und die ARD die Entscheidung aus finanziellen und strategischen Gründen getroffen. Einen Teil der bislang für „Immer wieder sonntags“ eingesetzten Mittel will der SWR einsparen, ein anderer Teil soll in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate fließen.
Der Sender beschreibt die Hintergründe ausführlich in der offiziellen Presseinformation zur Einstellung der Show.
Im Kern treffen mehrere Entwicklungen aufeinander:
- Kostendruck: Der SWR will einen Teil der bisher eingesetzten Mittel einsparen.
- Neue Prioritäten: Investitionen sollen auch in andere Unterhaltungsangebote fließen.
- Digitalisierung: Neue digitale Formate sollen stärker berücksichtigt werden.
- Veränderte Mediennutzung: Der SWR verweist auf neue Seh- und Nutzungsgewohnheiten des Publikums.
Bemerkenswert ist, dass der Sender die Entscheidung selbst nicht als Reaktion auf einen offensichtlichen Misserfolg darstellt. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler bezeichnete die Einstellung vielmehr als eine schwierige Entscheidung, die auch mit der wirtschaftlichen Situation des Senders zusammenhänge.
Auch im Bericht von SWR Aktuell über das Ende der Sendung wird der Spardruck als zentraler Hintergrund genannt.
Eine Sendung verschwindet trotz treuem Publikum
Das macht den Fall ungewöhnlicher als die klassische Absetzung einer TV-Show nach schlechten Zahlen.
„Immer wieder sonntags“ hatte über Jahre ein klar definiertes Publikum und eine starke Wiedererkennbarkeit. In einem Beitrag der SWR Landesschau zum Start der letzten Staffel ist von durchschnittlich rund 1,6 Millionen Zuschauern am Sonntagmorgen die Rede.
Natürlich sind solche Zahlen nicht direkt mit großen Samstagabendshows vergleichbar. Für einen Sonntagvormittag zeigen sie aber, dass die Sendung über ein Publikum verfügte, das regelmäßig zurückkehrte.
Das Ende ist deshalb nicht nur die Geschichte einer abgesetzten Schlagershow. Es zeigt auch, wie stark sich öffentlich-rechtliche Unterhaltung unter finanziellem Druck und durch die Verschiebung ins Digitale verändert.
Ist „Immer wieder sonntags“ jetzt endgültig vorbei?
Als reguläre Live-Show mit Stefan Mross: ja.
Der 6. September war der letzte Live-Termin der Abschiedssaison. Wer eine Woche später im Fernsehprogramm wieder auf den bekannten Titel stößt, hat sich allerdings nicht geirrt.
Am 13. September 2026 um 10:03 Uhr zeigt Das Erste noch einmal „Immer wieder sonntags – Best of 2026“. Der Termin ist bereits in der offiziellen ARD-Programmübersicht für den 13. September eingetragen.
| 6. September 2026 | 13. September 2026 |
|---|---|
| Letzte Live-Show | „Best of 2026“ |
| Beginn um 10:03 Uhr | Beginn um 10:03 Uhr |
| Stefan Mross moderiert das Finale | Rückblick auf die Abschiedsstaffel |
| Live aus Rust | Keine neue reguläre Live-Ausgabe |
Die Formulierung „letzte Sendung“ kann deshalb derzeit zu Missverständnissen führen. Die letzte Live-Show lief am 6. September, das Best-of folgt am 13. September.
Wie lange gab es „Immer wieder sonntags“?
Die Geschichte der Sendung reicht bis ins Jahr 1995 zurück. Damals moderierte Max Schautzer. Seit 1998 wird das Format auf dem Gelände des Europa-Park in Rust produziert.
Nach Schautzer übernahm 2004 Sebastian Deyle für eine Saison. Ein Jahr später begann die Ära Stefan Mross. Seit 2005 stand er für „Immer wieder sonntags“ vor der Kamera.
In der offiziellen Bilanz des SWR waren vor Beginn der Abschiedsstaffel bereits 378 Folgen in 31 Staffeln verzeichnet. Damit gehört die Sendung zu jenen Unterhaltungsformaten, die einen erheblichen Teil der jüngeren deutschen Fernsehgeschichte begleitet haben.
Dass der Name bis heute funktioniert, liegt nicht nur an einzelnen Gästen oder Auftritten. Entscheidend war die Kombination aus einem festen Moderator, einem festen Ort und einem festen Zeitpunkt.
Sonntagmorgen, Sommer, Rust, Stefan Mross – die Sendung musste ihr eigenes Konzept kaum erklären, weil das Publikum sofort wusste, was es erwartet.
Was passiert nach „Immer wieder sonntags“?
Einen direkten Nachfolger mit demselben Konzept hat der SWR bislang nicht als Fortsetzung angekündigt. Fest steht dagegen die grundsätzliche Richtung: Ein Teil der Mittel soll in neue digitale Unterhaltungsformate fließen.
Das bedeutet auch, dass das Ende nicht bloß einen Moderator betrifft. Es geht um die Frage, welche Art von Unterhaltung die ARD und ihre Landesrundfunkanstalten künftig finanzieren und auf welchen Plattformen sie das Publikum erreichen wollen.
Ein jahrzehntelang etabliertes lineares Live-Format wird beendet, während neue digitale Angebote an Bedeutung gewinnen sollen. Gerade deshalb dürfte die Abschiedssaison auch über die Schlagerszene hinaus beobachtet werden.
Das müssen Zuschauer nach dem Finale noch wissen
- Die letzte Live-Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ lief am 6. September 2026.
- Die Sendung begann laut ARD-Programm um 10:03 Uhr.
- Andy Borg und Stefanie Hertel gehörten zu den vom SWR bestätigten Gästen des Finales.
- Am 13. September um 10:03 Uhr folgt noch „Best of 2026“.
- Ab 2027 wird „Immer wieder sonntags“ nach der gemeinsamen Entscheidung von SWR und ARD nicht fortgeführt.
Für Fans bleibt damit noch ein letzter Termin. Der eigentliche Einschnitt ist aber bereits erfolgt: Am 6. September verabschiedete sich Stefan Mross von der Live-Ausgabe einer Sendung, die er seit 2005 geprägt hat.
Nach mehr als drei Jahrzehnten endet damit ein Stück deutscher Sonntagvormittag. Und wahrscheinlich ist genau das der Grund, weshalb das Finale deutlich größer wirkt als das Ende einer gewöhnlichen Unterhaltungsshow.
Wer am Sonntag noch ein weiteres aktuelles Entertainment-Thema sucht, findet auch beim A$AP-Rocky-Konzert in Köln wichtige Hinweise zu Einlass und den unterschiedlichen Startzeiten.
