Ben Zucker unter einer Maske zu verstecken, klingt eigentlich nach einer ziemlich schlechten Idee. Seine raue, sofort erkennbare Stimme gehört schließlich zu seinen größten Markenzeichen. Beim Auftakt von „The Masked Singer“ 2026 funktionierte die Tarnung trotzdem: Der Schlagersänger steckte in Bubble – und sang absichtlich so, wie man ihn normalerweise kaum hört, berichtet timestuff.de.
Der eigentliche Überraschungsmoment der ersten Folge war deshalb weniger die Demaskierung selbst als die Frage: Wie schafft es ein professioneller Sänger, seine eigene Stimme so konsequent zu verstecken?
Ben Zucker steckte bei „The Masked Singer“ in Bubble
Am 16. September startete die 13. Staffel von „The Masked Singer“. In der ersten Ausgabe traten vier Masken gegeneinander an. Für Bubble und Emily Wau endete der Abend mit der Demaskierung, während Momo und Professor Dr. Dr. Schweinstein direkt ins Halbfinale einzogen.
Unter Bubble kam schließlich Ben Zucker zum Vorschein. Das Rate-Team hatte den Schlagersänger zuvor nicht erkannt, wie auch Joyn in der offiziellen Zusammenfassung der ersten Folge berichtet.
| Maske | Star | Ergebnis | Tarnstrategie |
|---|---|---|---|
| Bubble | Ben Zucker | in Folge 1 enthüllt | ungewohnt hohe Kopfstimme |
| Emily Wau | Isabel Edvardsson | in Folge 1 enthüllt | bewusst einfache Tanzbewegungen |
| Momo | noch geheim | im Halbfinale | – |
| Professor Dr. Dr. Schweinstein | noch geheim | im Halbfinale | – |
Der eigentliche Trick: Ben Zucker versteckte sein größtes Erkennungsmerkmal

Wer Ben Zucker kennt, erwartet Druck, Rauheit und diese markante Reibeisenfarbe, die selbst nach wenigen Sekunden verräterisch sein kann. Genau dieses Problem musste er bei „The Masked Singer“ lösen.
Seine Strategie war radikal: Er verzichtete beim Singen auf den Klang, mit dem ihn sein Publikum verbindet. Laut Joyn sang Zucker als Bubble komplett mit Kopfstimme, damit seine typische Schlagerstimme nicht sofort auffiel.
„So ganz ohne Eier zu singen und mit Kopfstimme, war sehr herausfordernd.“
So beschrieb Zucker die ungewohnte Technik nach seiner Demaskierung, wie der Hanauer Anzeiger berichtet.
Das war mehr als ein kleiner Effekt. Ein Sänger trainiert normalerweise jahrelang daran, einen eigenen, wiedererkennbaren Klang zu entwickeln. Bei „The Masked Singer“ musste Zucker genau das Gegenteil tun: Er musste musikalisch genug bleiben, um eine überzeugende Performance abzuliefern – und gleichzeitig möglichst wenig nach Ben Zucker klingen.
Warum die Kopfstimme bei Ben Zucker so gut als Tarnung funktionierte
Die Kopfstimme verschiebt den Höreindruck deutlich nach oben. Sie wirkt leichter und schlanker als die kräftige, raue Stimme, mit der Zucker normalerweise verbunden wird. Bei einem Sänger mit einem so charakteristischen Timbre kann dieser Wechsel besonders effektiv sein.
Bubble beschränkte sich außerdem nicht auf eine einzige Art von Performance. Beim ESC-Siegersong „Bangaranga“ setzte Zucker auf die ungewöhnlich hohe Stimme, später folgten bei „Cake by the Ocean“ von DNCE Tanz und sogar Rap-Passagen. Dadurch bekam das Rate-Team mehrere unterschiedliche Eindrücke – aber keinen besonders typischen Ben-Zucker-Moment.
Genau darin liegt die Stärke einer guten „Masked Singer“-Tarnung: Nicht möglichst schlecht oder möglichst fremd singen, sondern gerade genug von den vertrauten Merkmalen entfernen.
Das Rate-Team kam Ben Zucker nicht auf die Spur
Für einen professionellen Sänger ist das fast die wichtigere Nachricht als sein frühes Ausscheiden. Die Tarnung erfüllte ihren Zweck. Verona Pooth und Chris Tall sowie die Gast-Rater Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss erkannten ihn nicht.
Dass ausgerechnet die beiden BossHoss-Musiker Zucker nicht identifizierten, sorgte nach der Enthüllung für zusätzliche Unterhaltung. Das offizielle Joyn-Video zur Bubble-Demaskierung zeigt den Moment noch einmal.
Der Fall zeigt aber auch die Schwierigkeit für bekannte Sänger bei diesem Format: Je charakteristischer eine Stimme ist, desto stärker muss sie verändert werden. Wer technisch gut genug ist, hat dafür mehr Möglichkeiten – läuft aber gleichzeitig Gefahr, seine eigentliche Stärke kaum zeigen zu können.
Auch Isabel Edvardsson musste genau das verstecken, was sie am besten kann

Bei der zweiten Demaskierung des Abends funktionierte das Prinzip ähnlich, nur nicht mit der Stimme. Unter Emily Wau steckte Isabel Edvardsson. Die langjährige „Let’s Dance“-Profitänzerin versuchte nicht nur, ihre Identität beim Singen zu verbergen. Sie musste vor allem auf der Bühne aufpassen.
Denn komplizierte, technisch saubere Bewegungsabläufe hätten schnell einen Verdacht ausgelöst. Nach Angaben von Joyn reduzierte Edvardsson ihre Choreografie deshalb bewusst auf einfachere Tanzbewegungen.
„Was für eine schöne Erfahrung!“
So fasste Edvardsson ihren kurzen Ausflug in die Show nach der Enthüllung zusammen.
Bubble und Emily Wau nutzten dieselbe Strategie – nur in unterschiedlichen Disziplinen
Gerade der Vergleich macht die erste Ausgabe interessant. Beide ausgeschiedenen Stars sind Profis, deren größte Stärke sie normalerweise besonders leicht erkennbar macht.
- Ben Zucker musste seine markante Stimme verstecken und wechselte konsequent in eine ungewohnte Stimmlage.
- Isabel Edvardsson musste ihr tänzerisches Können zurücknehmen, damit ihre Bewegungen sie nicht verraten.
- Beide wurden am Ende zwar früh enthüllt, hatten das Rate-Team mit ihrer Tarnstrategie zuvor aber erfolgreich auf Abstand gehalten.
Damit erzählt die erste Demaskierung der neuen Staffel auch etwas über das Grundprinzip von „The Masked Singer“: Die größte Herausforderung für bekannte Profis besteht manchmal nicht darin zu zeigen, was sie können – sondern darin, es möglichst geschickt zu verbergen.
Warum Ben Zuckers früher Exit trotzdem eine der interessanteren Enthüllungen ist
Bubble war nach nur einer Folge raus. Auf dem Papier klingt das nach einer kurzen Geschichte. Tatsächlich liefert der Auftritt aber genau die Art von Überraschung, von der die Sendung lebt.
Bei einem Schauspieler oder Moderator kann eine verstellte Stimme funktionieren. Bei einem erfolgreichen Sänger mit sehr eigenem Klang erwartet man dagegen, dass spätestens beim ersten längeren Song alles klar ist. Bei Ben Zucker passierte genau das nicht.
Seine Bubble-Performance zeigt deshalb ziemlich gut, warum die Frage „Wer steckt unter der Maske?“ manchmal weniger spannend ist als die Frage, wie der Star es geschafft hat, nicht erkannt zu werden.
Und für die kommenden Masken steigt damit die Messlatte: Wenn selbst eine Stimme wie die von Ben Zucker für einen Abend verschwinden kann, ist das bloße Wiedererkennen eines Timbres längst keine sichere Abkürzung mehr.
Auch Andrea Ballschuh sorgte zuletzt für Schlagzeilen, nachdem ein Videostudio zu Schulden von rund 230.000 Euro führte.
